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Traumhafter Dorf- und Trödelmarkt

Eine Kolumne von Dorothee Schnichels

Es ist ein wunderschöner Nachmittag, das Wetter ist perfekt, die Sonne scheint, ein kleiner Spaziergang durch Nierswalde bietet sich an.

Im Dorf ist richtig was los, auf dem Robert-Gassner-Platz sind viele Menschen, Familien treffen sich, Kinder laufen zwischen ihnen herum, ältere Menschen sind mit dem Rollator dabei, es ist ein bunter Mix der Dorfbewohner.

Es duftet nach Pommes, Bratwurst und Waffeln. Es gibt aber auch Frisches zu kaufen, Obst, Gemüse, Spargel, an alles ist gedacht. Man trinkt dazu einen kühlen Sommer-Rosé, ich sehe aber auch Leute mit einem Cocktailglas in der Hand. Einige stöbern beim Trödel, finden etwas und tragen es nach Hause. Es gibt Deko fürs Haus, Düfte, Schmuck, Blühendes für den Garten! Herrlich, eine Vielfalt auf so kleinem Raum.

Da hat sich der Heimatverein richtig viel Mühe gemacht, denke ich so. Alles muss im Vorfeld angefragt und koordiniert werden. Werbung muss gestaltet, geschrieben und präsentiert werden, Flyer wurden bereits vor einigen Wochen in jeden Briefkasten im Dorf gesteckt. 

Ein paar Tage vorher muss eingekauft werden, Gefrorenes in größerer Menge muss Platz in der Kühlung finden, für Getränke und Bratwürste müssen die verschiedenen Händler angefahren werden. Das kostet Zeit und oft auch Nerven!
Der Winzer mit den leckeren Weinen von der Nahe hat das Auto voll. Kühltruhe, Spülmaschine für die Gläser, Pavillons, dazu natürlich viele verschiedene Weine von trocken bis süß, Secco, und Traubensaft. Alles ist genau richtig gekühlt. Genauso beim Obst- und Gemüsewagen, ob geschälter Spargel oder Obstsalat, alles ist frisch und lecker.

Man spürt, dass alle Beteiligten ihre kostbare Freizeit hergeben, um den Nierswaldern einen abwechslungsreichen Nachmittag zu bieten. Umso mehr freuen sie sich, dass es so gut angenommen wird und es ein buntes und fröhliches kleines Fest ist. So viele Menschen treffen sich und sitzen mit ihren Nachbarn zusammen, erzählen und lachen und genießen diesen schönen Frühlingsnachmittag!

… und dann werde ich wach und merke, dass sich Traum und Wirklichkeit vermischt haben.
Der Markt war da, aber die vielen Besucher/innen fehlten. Schade! Sehr, sehr schade!

Fotos: Wolfgang Schnichels